Hochzeit feiern am See: Die schönsten Ideen in NRW

Hochzeit am See
Symbolbild

Natürlich ist es der innigste Wunsch eines jeden Paares aus NRW, die eigene Hochzeit zum schönsten Tag des Lebens zu machen. Doch die Vorstellungen, wie ein solcher Tag auszusehen hat, gehen recht weit auseinander. Die einen möchten ganz klassisch in einem Saal oder Restaurant feiern, die anderen zieht es raus in die Natur. Bei Letztgenannten liegen Seen inzwischen sehr hoch im Kurs, versprechen sie doch ein idyllisches Flair, optische Abwechslung und meist genug Platz auch für große Hochzeitsgesellschaften. Wir geben Tipps, was bei einer Hochzeit am See zu beachten ist.

Dürfen wir einfach so unsere Hochzeit an einem See feiern?

Wie könnte es auch anders sein: Natürlich darf man in Deutschland nicht ohne Weiteres eine (Hochzeits-)Feier im öffentlichen Raum veranstalten. Ob eine Genehmigung benötigt wird, hängt in erster Linie von den Eigentumsverhältnissen des Grundstücks ab. Handelt es sich um einen öffentlichen See, z. B. in einem Stadtpark, im Umland oder an einem sonstigen frei zugänglichen Ufer, ist eine behördliche Erlaubnis zwingend erforderlich. Diese wird überwiegend durch das zuständige Ordnungsamt oder das Umweltamt der Gemeinde auf Antrag ausgestellt.

Achtung: Da öffentliche Plätze für die Allgemeinheit bestimmt sind, müssen Punkte wie Lärmschutz, Umweltschutz, Müllentsorgung, das Aufstellen von Equipment (Pavillons, Stühle etc.) und das Mitbringen von Alkohol vorab offiziell geprüft und genehmigt werden. In Naturschutzgebieten gilt meist sogar ein striktes Veranstaltungsverbot.

Die einzige Ausnahme, die keine behördliche Genehmigung im klassischen Sinne nötig macht, ist eine Feier auf einem Privatgrundstück (etwa einem privaten Seegrundstück von Freunden) oder im gemieteten Außenbereich einer Eventlocation. Hierunter fallen etwa Hotels und Restaurants direkt am Wasser. Doch auch auf Privatgrundstücken müssen ab einer bestimmten Gästezahl bzw. Uhrzeit die lokalen Lärmschutzverordnungen beachtet werden. Es gilt also, sich möglichst frühzeitig mit der zuständigen Gemeindeverwaltung in Verbindung zu setzen. Andernfalls drohen Bußgelder und/oder ein vorzeitiges Ende der Feier durch das zuständige Ordnungsamt.

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Die Location ist geklärt. Worauf ist bei der Feier zu achten?

Nehmen wir an, die Frage der Location ist positiv geklärt. Dann kann es endlich an die konkrete Planung der Hochzeitsfeier gehen. Auch dabei sind einige Dinge zu beachten.

Das Wetter und der passende Hochzeitslook

Wir alle wissen: Das Wetter am Wasser kann tückisch sein, da der Wind oft plötzlich auffrischt und es abends rasant abkühlt. Neben strahlendem Sonnenschein muss man sich auch auf plötzliche Regenschauer, Sturmböen oder extreme Hitze einstellen – je nach Jahreszeit. Das bedeutet: Ein fester Pavillon mit Seitenwänden oder eine direkt angrenzende Indoor-Location sind als Plan B absolut unverzichtbar.

Auch der Hochzeitslook sollte der Location angepasst werden. Beispiel Brautfrisur: Eine offene Haarpracht kann bei starkem Wind zu einem echten Problem werden. Besser geeignet sind daher gebundene Haare bzw. Hochsteckfrisuren. Tipp: Ideen für passenden Haarschmuck für die Hochzeit findet man in vielen Ratgebern im Internet!

Auch das Hochzeitskleid sollte nicht zu weit gewählt werden. Zudem können leichte, lose Teile wie Schleier plötzlich einfach davonfliegen. Sie sollten also mit Sicherheitsnadeln o. Ä. gut befestigt werden.

Kleidungstipps für die Gäste

Was für das Brautpaar gilt, trifft selbstverständlich auch auf die Gäste zu. Merke: Der Untergrund an einem Seeufer besteht meist aus Sand, Kies, Wiese oder feuchtem Waldboden. Für klassische High Heels oder feine Lederschuhe ist das der absolute Albtraum. Daher sollte man die Gäste bereits in der Einladung ehrlich über die Beschaffenheit des Geländes informieren, damit sich jeder passend kleiden kann. Hilfreich kann es auch sein, einen Dresscode vorzugeben (z. B. „Summer Casual“), das nimmt etwas den Druck heraus.

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Die Logistik

Auch wenn der gewählte Uferabschnitt noch so idyllisch gelegen ist, er muss für die Logistik zumindest halbwegs vernünftig erreichbar sein. Es gilt also, im Vorfeld zu prüfen: Gibt es befestigte Wege für ältere Gäste oder Kinderwagen? Wie weit ist der Fußweg vom nächsten Parkplatz? Besonders wichtig ist die Infrastruktur dabei für die beauftragten Dienstleister. Das Catering-Team benötigt Strom- und Wasseranschlüsse, die Band oder der DJ eine stabile Stromversorgung für die Musikanlage. Auch an sanitäre Anlagen sollte unbedingt gedacht werden. Wenn keine festen Toiletten in der Nähe sind, muss rechtzeitig ein Toilettenwagen gemietet und vor Ort platziert werden. Einfache Dixi-Klos wären bei einer Hochzeit doch ziemlich unangebracht.

Und schließlich: Die Sicherheit für alle Gäste ist das Wichtigste!

Oft werden die Sicherheitsrisiken beim Feiern an einem See gar nicht bedacht. Doch die Nähe zum (mitunter tiefen) Wasser birgt immer ein gewisses Risiko, das man nicht unterschätzen sollte. Wenn Kinder unter den Hochzeitsgästen sind, müssen diese unbedingt lückenlos beaufsichtigt werden. Zudem empfiehlt es sich, unsichere Uferbereiche, ungesicherte Stege etc. vorab abzusperren.

Bei großen Hochzeitsgesellschaften kann es sich lohnen, gleich eine professionelle Kinderbetreuung zu engagieren, die stets ein Auge auf die Kleinen hat. Aber auch für die Erwachsenen gilt: Mit steigendem Alkoholpegel und fortgeschrittener Stunde steigt auch die Gefahr von Unfällen, oder im Wasser. Am besten ist es, im Vorfeld abzuklären, ob bzw. wo das Baden im See überhaupt erlaubt ist. Mit Schildern lässt sich dann auf eventuelle Gefahrenzonen hinweisen. So gerüstet, sollte die Hochzeitsfeier am See ein unvergessliches Erlebnis werden!