Erfolgsfaktor Nachhaltigkeit: So wichtig ist sie für Unternehmen

Nachhaltige Unternehmensstrategie
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Verbraucher werden immer sensibler, zumindest was das Thema Nachhaltigkeit angeht. Die unvermeidbare Folge: Unternehmen, die sich nicht um Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Ressourcenschonung usw. kümmern, besitzen in der Regel keinen guten Ruf oder verlieren diesen, sofern sie einen hatten. Angesichts dessen ist das Thema Nachhaltigkeit für Unternehmen zu einem echten Erfolgsfaktor geworden.

Doch welche Faktoren sind entscheidend für den nachhaltigen Unternehmenserfolg?

Für viele Experten liegt der Schlüssel in einer charismatischen Führungspersönlichkeit und einer klaren Vision. Zahlreiche Studien zeigen, dass Firmen mit ähnlichen Produkten und Strukturen sowie vergleichbaren Vertriebs- und Bezahlmodellen unterschiedlich erfolgreich sind. Doch was macht diesen Unterschied aus? Den Unterschied machen Visionen, Nachhaltigkeit und Leidenschaft. Das, gepaart mit einem charismatischen Auftreten der Vorstände und der Führungsmannschaft, ist der Schlüssel zum Erfolg. Eine solch nachhaltige Unternehmensführung ist z. B. der Nährboden des Milliardenimperiums „dm Drogeriemarkt“.

Viele Beispiele der jüngeren Wirtschaftsvergangenheit zeigen, dass milliardenschwere Imperien stark von einzelnen Personen geprägt sind. Apple, Dell und Starbucks kommen dabei sogar besondere Rollen zu. Diese Firmen waren mit ihren Gründern erfolgreich, doch nach deren Ausscheiden bzw. dem Rückzug aus dem aktiven Business haben sie teilweise drastisch Marktanteile verloren. Gemein ist diesen Firmen auch, dass sie alle die ehemaligen CEOs zurückgeholt und Steve Jobs, Michael Dell und Howard Schulz die Unternehmen zurück an die Weltspitze gebracht haben. Es stellt sich daher die Frage, warum die Geschäfte schlechter gelaufen sind, als diese Personen nicht mehr in den Unternehmen aktiv waren.

Die Lösung: Alle drei haben ihre Strategie der ursprünglichen Vision angepasst. Sie haben die Transformation vom Gründer bis zum CEO eines Milliardenkonzerns durchlaufen. Um das eigene Unternehmen weiterzuentwickeln und voranzutreiben, ist es daher unabdingbar, sein eigenes Verhalten und das der Führungsebene kritisch zu beleuchten. Haben wir eine Vision, die richtigen Ziele und Produkte? Wenn ja, können wir das unseren Mitarbeitern nahe bringen und haben wir dafür auch die richtigen Mitarbeiter?

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Nachhaltiges Wirtschaften – so dringend wie nie zuvor!

Megatrends und ihre Auswirkungen auf eine nachhaltige Entwicklung könnten bald die größte Sorge für Wirtschaftsführer werden, warnt die Unternehmensberatung KPMG in einem kürzlich veröffentlichten Bericht. Globale Themen wie Klimawandel, Energie- und Brennstoffvolatilität, Wasserknappheit, Verfügbarkeit von Rohstoffen, Bevölkerungswachstum, Ernährungssicherung und der Verfall der Ökosysteme werden die Kosten für Umweltfolgen drastisch steigen lassen.

Langfristig angelegtes, nachhaltiges Wirtschaftswachstum muss daher zur neuen Maxime werden, statt sich wie bisher auf kurzfristige Gewinnerwartungen zu konzentrieren. Aufgabe der Politik ist es dabei, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Unternehmen den Anreiz geben, in neue Ideen und nachhaltiges Wachstum zu investieren.

Umweltkosten als Problem

Externe Umweltkosten tauchen – im Gegensatz zu verpflichten Faktoren wie etwa der kostenpflichtigen Lucid Nummer zur Erfüllung der Vorgaben des Verpackungsgesetzes – bislang kaum in den Bilanzen der meisten Unternehmen auf. Und dies trotz der Tatsache, dass sie sich alle 14 Jahre verdoppeln. Vielleicht verständlich in Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Unternehmen, wenn sie denn externe Umweltkosten in ihre Gewinn- und Verlustrechnung mit einbezögen, mit gut 40 Prozent Gewinneinbußen zu rechnen hätten.

Gleichwohl muss der Kostenanstieg von der Nachhaltigkeit schädlichen Faktoren wie Klimawandel, Energie- und Brennstoffvolatilität, Wasserknappheit, mangelnder Verfügbarkeit materieller Ressourcen, Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, Ernährungssicherheit, Verfall der Ökosysteme und voranschreitender Entwaldung erkannt und erfasst werden. Schließlich werden diese Faktoren zukünftig immensen Druck auf die Geschäftstüchtigkeit einzelner Betriebe und ganzer Industrien ausüben. Schon aus eigenem Interesse muss sich die Wirtschaft intensiv damit beschäftigen und auf Problemlösungen pochen.

Machen wir uns nichts vor: Viele Führungskräfte sind schon aufgrund des schieren Ausmaßes dieser Probleme überfordert. Andererseits bietet sich den findigen und innovativen Unternehmern auch eine Vielzahl an Chancen. Gerade durch ein starkes Engagement im Bereich Nachhaltigkeit sind erhebliche Wettbewerbsvorteile möglich, sofern entsprechende Aktionen Kunden und potenziellen Investoren verständlich präsentiert werden. Nachhaltigkeit kann also auch ein echter Erfolgsfaktor sein!

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