Fortsetzung der Sprach-Kitas-Förderung in Nordrhein-Westfalen

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Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen bekräftigt ihr Engagement für die frühkindliche Bildung und setzt weiterhin Mittel ein, um Entlastungen zu ermöglichen. Damit hält sie ihr Versprechen und stellt eine langfristige finanzielle Unterstützung der „Sprach-Kitas“ sicher, mit einem jährlichen Budget von etwa 38 Millionen Euro bis Ende Juli 2026.

Nach dem Rückzug des Bundes aus der Förderung der „Sprach-Kitas“ zum 30. Juni dieses Jahres hat das Land die Verantwortung übernommen. Die Förderung wurde seit dem 1. Juli 2023 fortgesetzt, was eine nahtlose Weiterfinanzierung des erfolgreichen Programms bis Juli 2026 ermöglicht. Die neue Förderrichtlinie, die ab Januar 2024 in Kraft getreten ist und unter anderem die Auszahlungs- und Antragsmodalitäten regelt, wurde kürzlich eingeführt. Die Träger von Kindertageseinrichtungen und Jugendämter wurden bereits darüber informiert.

Kinder– und Jugendministerin Josefine Paul betonte, dass Sprache eine essentielle Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Bildungsbiografie sei. Die Finanzierung der Sprach-Kitas sei daher ein starkes Signal für die frühkindliche Bildung in Nordrhein-Westfalen. Mit der alltagsintegrierten Sprachbildung und dem inklusiven Blick auf jedes einzelne Kind werde die erfolgreiche Arbeit des Programms in den kommenden Jahren fortgesetzt. Sie bedauerte, dass der Bund eine weitere Förderung ausgeschlossen habe, betonte jedoch, dass das Land weiterhin die Verantwortung übernehme. Die individuelle Sprachförderung und der enge Austausch mit den Familien zahlten sich für alle Beteiligten kurz- und langfristig aus.

Die neue Förderrichtlinie ermögliche die Fortsetzung der Arbeit der rund 1.300 Sprachförderkräfte in den „Sprach-Kitas“ in Nordrhein-Westfalen für weitere zweieinhalb Jahre. Zusätzlich gebe es 83 Fachberatungsstellen, die die Qualitätsentwicklung in den Sprach-Kitas kontinuierlich und prozessbegleitend unterstützten. Im Haushalt 2024 seien rund 38 Millionen Euro für die Verstetigung des Programms, also die Unterstützung der Sprach-Kitas, eingeplant.

Die „Sprach-Kitas“ förderten die Sprachentwicklung von Kindern, die überdurchschnittlich häufig eine sprachliche Förderung benötigen. Jede „Sprach-Kita“ erhalte eine zusätzliche halbe Fachkraftstelle, einige größere Einrichtungen sogar zwei. Auch die Förderung der prozessbegleitenden Fachberatung werde fortgesetzt, wodurch die Verbundstruktur als eines der herausragenden Merkmale der „Sprach-Kitas“ erhalten bleibe.

Die Sprachförderung sei ein vorrangiges Ziel der Landesregierung im Bereich der frühkindlichen Bildung. Die alltagsintegrierte Sprachbildung erfordere qualifiziertes Personal, was besonders auf die Fachkräfte und Fachberatungen zutrifft, die durch das Programm der „Sprach-Kitas“ eingesetzt werden können.

Etwa 30 Prozent der Kinder in nordrhein-westfälischen Kindertageseinrichtungen wachsen in Familien auf, in denen vorrangig nicht Deutsch gesprochen wird. Die Förderung in den rund 1.300 „Sprach-Kitas“ zielt insbesondere auf Kinder ab, deren Eltern selbst keine oder begrenzte Deutschkenntnisse haben. Gleichzeitig könnten alle Kinder von dieser Förderung profitieren, die auf alltagsintegrierter sprachlicher Bildung, inklusiver Pädagogik und Zusammenarbeit mit den Familien basiert.

Basierend auf einer Pressemitteilung von Landesregierung Nordrhein-Westfalen vom 20.12.2023