Der Eierbaum

Der Eierbaum ist besser bekannt unter dem Namen Aubergine. Die ursprünglich aus Südamerika stammende Pflanze erfreut sich in der heimischen Küche großer Beliebtheit und wird vielseitig für Gemüsegerichte verwendet. Die Bezeichnung Eierbaum geht darauf zurück, dass er Früchte hat, die cremefarben sind und in der Größe mit Eiern vergleichbar sind. Grundsätzlich unterscheidet sich die Pflege des Eierbaums aber nicht von anderen Sorten bei den Auberginen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Vorkultur erfolgt ab Februar.
  • Ausgepflanzt wird der Eierbaum ab Mitte Mai.
  • Bis zur Bildung von Blüten wird regelmäßig stickstoffbetont gedüngt, danach eher kalibetont.
  • Kartoffelkäfer sind die häufigsten Schädlinge am Eierbaum.
  • Die Überwinterung des Eierbaums ist möglich, aber schwierig, da er optimale Bedingungen braucht.

Aussaat und Pflanzung

Die Aussaat vom Eierbaum erfolgt zeitig im Jahr, bereits im Februar wird mit der Vorkultur gestartet, da die Samen nur langsam keimen bzw. die Pflanze lange bis zur Fruchtbildung braucht. Die Aussaat kann in einem Zimmergewächshaus erfolgen, in das Aussaaterde gefüllt wird. Wichtig ist, dass die Temperatur mindestens 20 °C beträgt und das Substrat immer leicht feucht ist, damit die Keimlinge nicht vertrocknen.

Sobald sich die ersten richtigen Blätter bilden, werden die Jungpflanzen vereinzelt und heller, aber auch kühler gestellt. Mindestens acht bis neun Stunden Licht sollten sie bekommen. Die Umgebungstemperatur sollte maximal 10 – 15 °C betragen. Als Folgesubstrat eignet sich eine Mischung aus Aussaaterde und Gemüseerde. Das Substrat bietet dann bereits ausreichend Nährstoffe, damit sich die Pflanzen gut entwickeln können, ist jedoch nicht zu gehaltvoll.

Ab Mitte Mai kann die Pflanzung im Freiland erfolgen. Der Boden sollte nährstoffreich sein, weshalb mit organischem Langzeitdünger wie Hornspänen gedüngt wird.

Gießen und Düngen

Der Eierbaum hat einen hohen Wasserbedarf. Während der Wachstums- und Blühphase ist regelmäßiges Gießen besonders wichtig. Alle zwei bis drei Wochen wird dem Gießwasser ein organischer Flüssigdünger beigemischt, damit sich die Pflanzen gut entwickeln können.

Ab der Blütenbildung kann ein spezieller Kalidünger in flüssiger Form verwendet werden, während die Stickstoffdüngung etwas reduziert wird. Dadurch wird die Bildung von Blüten begünstigt, was den Ertrag steigert. Gleichzeitig fördert der Kalidünger auch gesunde und vitale Früchte.

Krankheiten und Schädlinge

Die Aubergine ist wie andere Nachtschattengewächse für ähnliche Schädlinge anfällig. Allem voran der Kartoffelkäfer, der die Pflanze innerhalb weniger Tage völlig kahl fressen kann. Bei einem Befall durch Kartoffelkäfer werden Käfer bzw. Larven abgesammelt.

Gelegentlich kann es auch zu einem Befall durch Spinnmilben kommen, vor allem wenn die Eierpflanze im Gewächshaus steht. In diesem Fall muss lediglich die Luftfeuchtigkeit erhöht werden. Durch die feuchte und warme Luft, die die Insekten nicht mögen, verschwinden sie von selbst.

Der Eierbaum ist zudem anfällig für unterschiedliche Pilzerkrankungen wie Grauschimmel oder Mehltau. Beiden Krankheiten lässt sich leicht vorbeugen, indem die Pflanze luftig steht. Bei einem sehr dichten Wuchs können einzelne kleinere Triebe, die noch keine Blüten haben, zugunsten kräftigerer Triebe entfernt werden.

Ernte und Überwinterung

Geerntet werden die Früchte des Eierbaums, wenn sie einen gelblichen Farbton bekommen haben. Erst dann sind die Früchte reif und auch für kurze Zeit lagerfähig. Aus den vollreifen Früchten lassen sich auch Samen entnehmen, um nächstes Jahr wieder neue Pflanzen zu ziehen.

Theoretisch ist der Eierbaum mehrjährig und er kann überwintert werden. Der Aufwand ist jedoch sehr groß. Pflanzen, die direkt in die Erde gepflanzt wurden, müssen spätestens Mitte September in Töpfe umgepflanzt werden. Zu dieser Zeit befinden sich oft noch Früchte und Blüten auf den Pflanzen, die jedoch entfernt werden müssen, selbst wenn die Früchte noch nicht reif sind.

Rechtzeitig vor dem ersten Frost muss der Eierbaum ins Haus gebracht werden. Ideal zu Überwinterung ist ein heller und kühler Raum. Temperaturen um 10°C sind ideal zur Überwinterung. Im Winterquartier wird der Eierbaum nur mäßig gegossen. Die Erde sollte leicht feucht sein, allerdings darf sich keine Staunässe bilden, damit die Wurzeln nicht verfaulen.

Im Winterquartier können Schädlinge wie Blattläuse oder Spinnmilben Probleme bereiten. Daher müssen die Blätter regelmäßig auf einen Schädlingsbefall kontrolliert werden.

Fazit

Der Eierbaum ist zwar in der Anzucht aufwendig, einmal ausgepflanzt, ist er einfach in der Pflege. Wichtig ist eine gute Wasserversorgung und regelmäßige Düngergaben.

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