Die Renaissance des Schrebergartens

Ein Schrebergarten war über viele Jahre hinweg für viele ein Ort, an dem sie sich zurückziehen konnten. Oftmals lag er etwas außerhalb der Stadt, wo sie den Stress des Alltags ganz einfach vergessen konnten. Er war insbesondere für diejenigen interessant, die sich schon immer einen Garten gewünscht haben, aber in der Stadt dazu keine Möglichkeit hatten. Im Laufe der Jahre ist die Attraktivität allerdings ein stückweit verloren gegangen, da viele Menschen einfach nicht mehr die Zeit dazu hatten. Doch mittlerweile gibt es eine sogenannte Renaissance des Schrebergartens, sprich, er gewinnt wieder deutlich mehr an Attraktivität.

Der bezahlbare Schrebergarten außerhalb der Stadt

Immer mehr junge Menschen finden Gefallen an einem Schrebergarten und nutzen die Möglichkeit, sich dort zurückzuziehen, sich in eine tolle Gemeinschaft zu integrieren und natürlich den Garten ansprechend zu gestalten. Oftmals handelt es sich dabei um eine Gartenparzelle, die in der Regel bereits mit einem Gartenhäuschen versehen ist. Dazu gehört eine gewisse Größe an Land, die ganz individuell gestaltet werden kann. Wichtig ist aber in jedem Fall, dass eine ausreichende Pflege durchgeführt wird, da sonst die Beschwerde der Nachbarn sehr groß ist
Neben eine Ablösesumme, für Pflanzen und Gartenhütte, die oftmals viele Pächter wünschen, fällt eine jährliche Pacht ebenso wie Kosten für das Brauchwasser an. Sobald alles geregelt ist, kann mit der Umgestaltung oder Bearbeitung des Schrebergartens auch schon begonnen werden. In der Regel lässt sich der Schrebergarten so gestalten, wie es jeder möchte. Während Familien mit Kindern oftmals Rasenflächen anlegen, nutzen andere vielleicht die Möglichkeit kleine Obst- und Gemüsebeete individuell zu gestalten, um am Ende alles frisch aus dem eigenen Garten genießen zu können. Aber auch Sträucher und Blumenbeet sind immer wieder beliebt und lassen den Schrebergarten in vielen leuchtenden Farben erstrahlen.

Die Vorschriften der Kleingartenvereine für den Schrebergarten

Immer mehr junge Leute zieht es ins Grüne und immer mehr lieben es, die Freizeit im eigenen Garten verbringen zu dürfen. In der Regel unterliegt der Schrebergarten allerdings dem Bundeskleingartengesetz. Das bedeutet, dass sicherlich eine individuelle Gestaltung möglich ist, doch trotzdem gewisse Vorgaben einzuhalten sind. Was zum Beispiel überhaupt nicht erlaubt ist, ist die Nutzung der Laube als Wohnung. Hin und wieder eine Übernachtung ist problemlos möglich, doch die Laube ist nicht als dauerhafte Wohnung zu nutzen.
Dazu kommen gewisse Vorgaben, was das Anpflanzen von Obst, Blumen und Co. anbelangt. Laut dem Bundeskleingartengesetz darf die Größe der Gartenlaube maximal 24 Quadratmeter betragen. Sie sollte aus Holz oder Mauerstein angefertigt sein, damit sie harmonisch ins komplett Bild passt. Die Gartenparzelle selbst darf jeweils zu einem Drittel mit Gemüse und Obst und Rabatten sowie Rasen und Deko versehen werden. Sicherlich ist die Vorgabe für viele anfangs sehr ungewöhnlich, doch lässt sich innerhalb der Vorgaben der Schrebergarten auf wunderbare Art und Weise gestalten. In jedem Fall empfiehlt es sich, sich mit den Vorgaben der Kleingartenvereine sowie der Gartensatzungen auseinander zu setzen, um die Gestaltung des Schrebergartens entsprechend anzupassen und einzuhalten.

Der Erwerb eines Schrebergartens

Ein Schrebergarten ist sicherlich etwas sehr Schönes, doch bekommt ihn leider nicht jeder. Er lässt sich beispielsweise nicht kaufen, sondern kann lediglich für eine gewisse Zeit gepachtet werden. Wer sich für einen Schrebergarten interessiert, muss beispielsweise beim Kleingartenverein eine Bewerbung einreichen, wobei dann entschieden wird, wer die Zusage bekommt. In der Regel handelt es sich dabei um keine neu erschlossene Kleingartenparzelle, sondern um bereits fertig angelegte Schrebergärten. Das bedeutet wiederum, dass meist Ablösesummen fällig sind, die nach satzungsgemäßen Wertermittlungsrichtlinien ermittelt werden.
Die Mietkosten für einen Schrebergarten sind sehr unterschiedlich und richten sich beispielsweise nach der jeweiligen Stadt, wo er sich befindet. Die Größe der Kleingärten liegt in der Regel zwischen 250 und 400 Quadratmeter und sollte nach Möglichkeit diese Größe auch nicht überschreiten. Neben der jährlichen Jahresmiete fallen so gut wie keine weiteren Gebühren an, wie beispielsweise Müllabfuhr, Versicherung oder Wassergebühren. Sicherlich fällt in der Regel noch eine Ablösesumme an den ehemaligen Pächter an, doch lässt sich diese mit ihm durchaus verhandeln und abstimmen.

Die Gestaltung eines Schrebergartens

Da die Parzellen verhältnismäßig klein sind, sollten Sie vorher genau überlegen, wie Sie diese gestalten wollen. In erster Linie ist es aber wichtig, ob ein Sichtschutz gepflanzt werden soll, damit niemand anderes in den Garten schauen kann. Dazu gibt es wunderschöne Hecken oder auch Kletterpflanzen, die den Blick in das Innere verbergen.
Wer sich gerne einen Obstbaum im Schrebergarten wünscht, sollte dazu einen Säulenbaum wählen, da dieser überwiegend in die Höhe wächst und nicht zu sehr in die Breite. Aber auch wunderschön angelegte Blumenbeete oder Gemüsebeete sind immer wieder ein kleines Highlight. Sie sorgen dafür, dass Obst und Gemüse frisch aus dem Garten geerntet und gegessen werden kann. Oftmals ist der Geschmack viel intensiver, da es sich hierbei um unbehandeltes Obst und Gemüse handelt. Schlussendlich bleibt es Ihnen aber selbst überlassen, wie die Gestaltung aussehen soll, sodass sie den Garten ganz nach ihren eigenen Wünschen bepflanzen können.

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