Eine goldsichere Sache: Darum lohnt sich die Investition in Edelmetall

Goldbarren
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Schon seit Urzeiten üben Gold und andere Edelmetalle eine große Faszination auf die Menschen aus. Vor allem Gold ist der Inbegriff von Schönheit und Reichtum, denn das glanzvolle Edelmetall ist sehr selten, oxidiert nicht und lässt sich auf vielfältige Art und Weise bearbeiten. In den zurückliegenden Jahrzehnten hat es neben der Schmuckbranche auch im technischen Bereich an Bedeutung gewonnen. Bei der Entwicklung der Mikroprozessor- und Oberflächentechnik etwa kamen die Forschenden nicht am Gold vorbei. Daher liegt es auf der Hand, dass die Investition in Gold nach wie vor eine sichere Bank ist.

In Krisenzeiten: Gold!

Im Laufe der Jahrhunderte wurden zahlreiche Zahlungsmöglichkeiten und Anlageformen entwickelt. Währungen aus unedlen Metallen kamen und gingen, Papiergeld ist nur solange wertvoll, wie die Menschen an seinen Wert glauben, Aktien sind davon abhängig, ob das Unternehmen am Markt bestehen kann und monetäre Spareinlagen lohnen sich nur bei einem ausreichend hohen Zinsniveau. Bei nahezu jeder Anlageform muss man also sehr genau hinschauen und auf Veränderungen am Markt sofort reagieren, um nicht den Verlust des eigenen Vermögens zu riskieren.

Auch der Goldpreis ist Schwankungen unterworfen. Betrachtet man allerdings die mittel- bis langfristige Entwicklung des Kurses, so erscheint eine Panzerkette für Herren oder die Goldkette für Damen als eine besonders lukrative Anlageform. Insbesondere in wirtschaftlich turbulenten Zeiten ist es gut, auf private Goldreserven blicken zu können. Zwei Beispiele für solche wirtschaftlichen Herausforderungen kennt man auch aus der jüngeren Vergangenheit: In der Wirtschafts- und Bankenkrise 2008 wurden nicht nur die Aktienmärkte erschüttert. Mehrere Global Player des Finanzmarktes gingen pleite oder gerieten in arge Schieflage. Auch die Coronapandemie ging nicht spurlos am weltweiten Finanzgeschehen vorüber. Betrachtet man hingegen den Goldpreis je Feinunze, zeichnet sich auch nach der Jahrtausendwende ein kontinuierlicher Anstieg ab.

  •         Im Jahr 2000 lag der Wert durchschnittlich bei 279,65 Euro,
  •         im Jahr 2008 (also während der Bankenkrise) wurde er im Durchschnitt mit 685,05 Euro angegeben,
  •         im Jahr 2020 (also in der Hochphase der Coronapandemie), notierte man ihn im Schnitt bei 1.593 Euro.
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Und auch seither geht der Trend weiter aufwärts …

 Warum Schmuck nicht gleich Schmuck ist

Formate wie die ZDF-Sendung „Bares für Rares“ bringen es immer wieder an den Tag: Die von Uropa für teures Geld erworbene und als Anlageobjekt vorgesehene Uhr erweist sich bei der Expertenschätzung wie bei den Verkäufern als vollkommen überbewertet. Das ist vor allem dann der Fall, wenn es sich um einen unedlen Zeitmesser einer weniger gefragten Manufaktur handelt. Aber es gibt auch immer wieder Gegenbeispiele: Schmuckstücke und dekorative Objekte mit hohem Goldanteil (oder einem hohen Anteil eines anderen Edelmetalls) bringen es alleine für ihr Material bereits auf einen recht hohen Wert. Faktoren wie das Design, die Verarbeitung oder auch die Signatur einer Designerin beziehungsweise eines Designers (Lesetipp: Exquisit shoppen auf der Kö in Düsseldorf) bringen nochmal einen Aufschlag, tragen meistens aber nur unerheblich zum Gesamtwert bei.

Ob Goldkette, Ring oder Ohrschmuck: Handelt es sich um edle Stücke mit einem hohen Goldanteil, kann man den Schmuck auch als Renditeobjekt betrachten, dessen Wert in der Zukunft weiter steigen wird. Weniger empfehlenswert ist hingegen der Kauf von Schmuckstücken, bei denen sich der Kaufpreis in einem deutlich höheren Maße aus der Verarbeitung als aus dem Materialwert errechnet. Denn leider fällt selbst die beste Goldschmiedearbeit beim Ankauf kaum ins Gewicht. Aus ebendiesem Grund lohnt sich die Investition in unedlen Schmuck, der zudem einer Mode beziehungsweise einem Zeitgeist unterworfen ist, nur in sehr seltenen Fällen. Zwar ist es bereits vorgekommen, dass sich eine Ankäuferin oder ein Ankäufer in das Design verliebt hat oder für ein Stück aus einer namhaften Manufaktur mehr Geld als erwartet auf den Tisch legt. Dabei handelt es sich allerdings um seltene Ausnahmen, die sich außerdem nicht vorhersehen lassen. Im Zweifel ist der Griff zum echten Goldschmuck also auch weiterhin die richtige Entscheidung.

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 Übrigens …

Wertvoller Schmuck hat im Nachtschränkchen ebenso wenig etwas verloren wie in der Frisierkommode. Ein sicherer Safe in der Wohnung ist obligatorisch. In größeren Städten kann man alternativ auch ein Schließfach anmieten. Das kostet zwar Geld, lässt einen aber besser schlafen. Und zu passenden Anlässen kann man den Schmuck jederzeit herausholen, um ihn anschließend wieder sicher zu verwahren.