Dorsten – historische Stadt mit attraktiven Ausflugszielen

Dorsten
Foto: aliceinwonderland2020 / depositphotos.com

Geografische Lage der Stadt

Dorsten liegt in NRW am Unterlauf der Lippe und wird geografisch durch das Zusammentreffen verschiedener Deckgebirge gekennzeichnet. Die Stadtteile im Norden, zum Beispiel Lembeck und Rhade, sind durch Weideland und Äcker charakterisiert, der Süden der Stadt wird durch die Industrie geprägt.

Das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum bildet die Altstadt Dorstens. Zwischen den Stadtteilen liegen große Wälder, die zur Üfter Mark und der Hohen Mark gehören.

In Dorsten beginnt die Metropolregion Rhein-Ruhr.

Geschichte der Stadt

Dorsten kann auf eine lange und interessante Geschichte zurückblicken. So beweisen archäologische Fundplätze im ganzen Stadtgebiet eine Besiedlung, die auf die Jungsteinzeit und die Bronzezeit zurückzuführen ist.

Im Mittelalter, etwa ab dem 12. Jahrhundert, begann die Siedlung, die früh unter der Bezeichnung „Villa Durstine“ bekannt war, schließlich zu wachsen. Dies war der günstigen Lage an der Lippe und der sich hier kreuzenden Fernhandelswege nach Köln, Essen, Münster und Recklinghausen zu verdanken.

Während der Religionskriege am Ende des 16. Jahrhunderts und während des Dreißigjährigen Krieges stockten Handel und Verkehr, die Stadt litt unter mehrfacher Belagerung.

Erst Mitte des 19. Jahrhunderts erholte sich Dorsten, vor allem als die industrielle Revolution den Einzug von beispielsweise Maschinenspinnerei, -weberei und Eisengießerei vorantrieb.

Wenig später, Anfang des 20. Jahrhunderts, prägte außerdem der Steinkohleabbau unter Dorsten das Stadtbild.

Während des Zweiten Weltkrieges entstanden bei der Firma Krupp ein Kriegsgefangenen- und ein Arbeitserziehungslager der SS. Im Stadtgebiet befanden sich zu dieser Zeit enorme Großkampfbatterien, die jedoch nicht verhindern konnten, dass die historische Altstadt während eines schweren Luftangriffes kurz vor Kriegsende fast vollständig zerstört wurde.

siehe auch:  Mülheim an der Ruhr

Seit Ende der 1990er Jahre wird Dorsten von einem Strukturwandel geprägt, wobei die Stadt versucht, als „Kleine Hansestadt an der Lippe“ und „Brücke zwischen Münsterland und Ruhrgebiet“ ihr touristisches Profil zu stärken.

Sehenswürdigkeiten in und um Dorsten

Dorsten bietet zahlreiche Ausflugsziele und Aktivitäten, sowohl in der Altstadt als auch in den umliegenden Gebieten.

Vor allem ist Dorsten bekannt für das Römerlager Holsterhausen, das mindestens zehn teilweise überbaute Marschlager umfasst und in der Zeit zwischen 11 v. Chr. und 9 n. Chr. römischen Legionen mit 5.000 bis 10.000 Soldaten Platz bot.

Viele herausragende Bauwerke der historischen Altstadt fielen der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Teile der Stadtmauer, das alte Rathaus sowie Teile der Sankt-Agatha-Kirche blieben jedoch erhalten. Zwei Wehrtürme am Westgraben dienen als Gedenkstätte für gefallene Soldaten und können besucht werden.

Zu den bedeutsamsten Museen gehören das Jüdische Museum, ein besonderes Informationszentrum für jüdische Geschichte und Religion (östliche Altstadt) sowie das Heimatmuseum, welches in Schloss Lembeck untergebracht ist und archäologische Funde ausstellt. Hier kommen auch Liebhaber von Schlössern voll auf ihre Kosten: Das ehemals als wehrhaftes Gut im 12. Jahrhundert erbaute dreiflügelige Schloss liegt mitten in einem englischen Park.

Ein Spaziergang durch die denkmalgeschützte Gartenstadt im Stadtteil Hervest zeugt vom Leben der Bergleute und ihren Familien in den 1920er Jahren, ein Besuch der fast 400 Jahre alten Tüshaus-Mühle, die bis ins 20. Jahrhundert als Ölmühle genutzt wurde, rundet die Ausflugsoptionen der kulturellen und geschichtlichen Art ab.

Wer es rasanter und moderner mag, besucht den Moviepark Bottrop, der Kindern, Jugendlichen und Familien etliche spektakuläre Attraktionen bietet.

siehe auch:  Düsseldorf