Mülheim an der Ruhr

Als größere Stadt in Nordrhein-Westfalen hat Mülheim an der Ruhr eine Fläche von 91,28 km². Die Stadt ist in 3 Stadtbezirke und 9 Stadtteile gegliedert und bietet rund 170921 Einwohnern Wohnraum. Erst im Jahr 1908 wurde der Stadt der Titel Großstadt verliehen, als sie die 100.000-Einwohner-Grenze überschritt. Die Wald- und Grünflächen in Mülheim an der Ruhr nehmen rund 50 % der Gesamtfläche in Anspruch. Mit dem Ausbau einer Schifffahrtsstraße auf der Ruhr erlangte der Kohlehandel einen Aufschwung und Mülheim florierte.

Naturschutzgebiete und Grünflächen in Mülheim an der Ruhr

Durch die direkte Lage an der Ruhr stehen in Mülheim gut 1191,6 ha Grünfläche unter Naturschutz. Sie dienen der Naherholung und bieten zudem vielen Tierarten, darunter auch seltenen, ein Zuhause. Das Gebiet wird durch viele Auen durchzogen. Trotzdem wurden in Mülheim auch Parks angelegt in denen Natur und Mensch zusammenkommen.
Das Kocks Loch umfasst rund 20 ha und war ab dem Jahr 1982 das erste Naturschutzgebiet der Stadt Mülheim an der Ruhr. Durch neu ausgehobene Wassergräben wurde der Auenwald vor Vandalismus geschützt. Die bis 1970 existierende Müllkippe wurde zugeschüttet. Noch heute kann man die alten Elektrogeräte in der Erde vorfinden.
Der MüGa-Park wurde extra für die Landesgartenschau in Mülheim angelegt. Mittlerweile wird der rund 66 ha große Park als Freizeit- und Grünanlage genutzt. Der Park erschließt sich am linken Flussufer und misst an den am weitesten auseinander entferntesten Punkten gut 7 km. Ein Eintrittsgeld wird nur bei besonderen Veranstaltungen erhoben.
Der Raffelberg-Park wurde 1909 angelegt und bietet durch Stufenanlagen einen Ausblick auf die Ruhrauenlandschaft. Früher wurde im Park eine Erholungsoase geschaffen. Leider musste das Solebad schließen und wurde somit 1996 zu einem Theater umgebaut. Aber auch heute noch dient der Park der Erholung und wird ausgiebig von Kindergärten, Vereinen und Schulen genutzt.

Theater und Museen in Mülheim an der Ruhr

Durch die schöne Natur in Mülheim werden gerade die Freilichtbühnen in der Sommerzeit ausgiebig genutzt. Aber auch durch ihr Theater und die Museen ist Mülheim deutschlandweit bekannt.
Das Theater an der Ruhr wurde 1981 gegründet und spielt hauptsächlich im Solebad oder in der Mülheimer Stadthalle. Durch die Inszenierung des Sommernachtstraums von Shakespeare wurde das Theater in die Länder Italien und Jugoslawien eingeladen. Daraufhin folgten mehrere Tourneen im Ausland und es wurde somit weltbekannt. Der Jugendclub ist eine besondere Förderung des Theater an der Ruhr und bietet Jugendlichen zwischen 13 und 21 Jahren eine besondere Anlaufstelle.
Die Stadthalle wurde 1926 als besonderes Gebäude der Stadt Mülheim an der Ruhr eröffnet. Die Stadthalle steht direkt am Ufer der Ruhr und ist im neoklassizistischem Stil erbaut. Als zentraler Veranstaltungsort für Konzerte und Theater ist die Stadthalle auch überregional bekannt. Außerdem können in den unterschiedlichen Hallen, verschiedenste Veranstaltungen gleichzeitig stattfinden.
Das Städtische Kunstmuseum wurde 1909 eröffnet und bietet mit der Ausstellung Platz für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Viele der Museumsleiter brachten eigene Sammlungen mit ins Kunstmuseum ein. Die Alte Post bietet dem Kunstmuseum seit 1994 ein Dach über dem Kopf und wird zurzeit noch saniert.
Das Aquarius-Wassermuseum zog nach der Stilllegung und dem Umbau des unter Denkmalschutz stehenden Wasserturms dort 1992 ein. Die Besonderheit der Ausstellung ist ein multimediales Erlebnis über die Erscheinungsformen, den Ursprung und den Wasserkreislauf. Das Museum umfasst 14 Ebenen mit 30 Stationen und man kann mittels einer Chipkarte auf verschiedenste Attraktionen zugreifen. Auch die Fahrt in den gläsernen Aufzügen durch den Wassertank, bis zur oberen Etage und dem Rundgang mit einem Blick übers Ruhrtal bieten eine besondere Attraktion für Groß und Klein.
Das Haus Ruhrnatur wurde 1992 errichtet und hier dreht sich vor allem alles um das Ökosystem Ruhr. Die Ausstellung wurde ab 2010 um das Thema „Regenerative Energien“ erweitert und bietet Familien und Schulkassen sowie Fachbesuchern die Möglichkeit, mit Wasserturbinen, Windrädern und Sonnenkollektoren zu experimentieren.

Sehenswürdigkeiten und Kirchen in Mülheim an der Ruhr

Wie in jeder anderen Stadt hat auch Mülheim an der Ruhr seine alten Kirchen und besondere Bauwerke. Viele dieser Bauwerke werden heute für Theater, Museen, Hotels und andere Institutionen verwendet. Gerade die Kirchen bieten Liebhabern den Einblick in die frühere Zeit in Mülheim.
Die Petrikirche wurde rund um 1093 erbaut und wurde im Laufe der Jahrhunderte immer erweitert und ausgebaut. Die Petrikirche zählt zu den ältesten Bauten in Mülheim an der Ruhr. Da nach dem Zweiten Weltkrieg nicht viel von der Kirche überblieb, wurde sie von 1949 bis 1958 wiederaufgebaut.
Die St. Laurentius-Kirche wurde im 12. Jahrhundert erbaut und hat noch heute Inventar aus der damaligen Zeit. Durch den Wandel der Zeiten hat die St. Laurentius Kirche viele Veränderungen durchlebt und wird heute, nachdem sie 1972 restauriert wurde, sehr gerne als Hochzeitskirche von Katholiken genutzt. Die älteste Glocke in der Kirche stammt aus der Zeit von 1180 bis 1190 und wird heute nur noch als Festtagsglocke bestaunt.
Die St. Barbara wurde im Jahr 1953 bis 1955 gebaut. Sie entspricht dem Stil der Neuen Sachlichkeit. Die eigentliche Datierung der Kirche und die Gründung der Gemeinde geht auf das Jahr 1884 zurück. Die ehemalige Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört. Die katholische Gemeinde stellte eine Gedenkkreuz für den Papst Johannes Paul den 2. und seine Mit-Widerständler des NS-Widerstands auf. Sie zeigten damit ihre Verbundenheit und produzierten sogar ein Musical zu seinem Gedenken.
Der Bismarckturm wurde 1909 erbaut und soll den Reichskanzler Otto von Bismarck ehren. Der Turm ist noch heute öffentlich zugänglich und zeigt den Besuchern ein wunderschönes Panorama. Im Inneren wird eine Wechselausstellung von verschiedener zeitgenössischer Kunst veranstaltet. Der untere Teil wird als Atelier eines Bildhauers verwendet.
Das Schloss Broich wurde 883-884 als Schutz gegen die Normannen errichtet. Sie ist die älteste karolingische Festung im Raum nördlich der Alpen. Heute befindet sich im Schloss Broich das Historische Museum von Mülheim an der Ruhr. Jedes Jahr findet das Pfingst-Spektakulum statt und die Mauern werden von Rittern, Händlern, und Gauklern wieder neu bevölkert.

Fazit

Als eine der 20 größten Städte in Nordrhein-Westfalen ist Mülheim an der Ruhr ein sehr beliebter Ort für Urlauber. Die Grünanlagen und die Außenveranstaltungen laden zum Verweilen ein. Die Ruhr bietet zudem noch einen weiteren Grund, warum man sich die Stadt Mülheim einmal angesehen haben sollte.

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