Landesregierung Nordrhein-Westfalen unterstützt digitale Transformation

© ipopba/ stock.adobe.com

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen treibt aktiv die digitale Transformation voran, um Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil und einen wichtigen Standortvorteil zu bieten. Hierzu werden verschiedene Maßnahmen und Aktivitäten durchgeführt:

  1. Ausbau der digitalen Infrastruktur:
    • Bis Ende 2024 sollen noch verbliebene graue und weiße Flecken in der 4G-Versorgung geschlossen werden.
    • Das Wirtschafts-Service-Portal.NRW (WSP.NRW) wird als bundesweit modernstes Dienstleistungsportal erweitert und bietet 2024 über 450 Verwaltungsleistungen mit rund 100 Online-Diensten.
    • Rund 25 Millionen Euro stehen für digitale Wirtschaftsmaßnahmen zur Verfügung.
  2. Windenergieausbau:
    • Ein vollständig digitaler Genehmigungsprozess für den Windenergieausbau wird erarbeitet, um die Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Dies beinhaltet den Aufbau einer digitalen Kooperationsplattform für beteiligte Stellen.
  3. Digitale Anträge auf Eichung:
    • Das WSP.NRW ermöglicht seit Januar 2022 die digitale Einreichung von Anträgen auf Eichung bei der zuständigen Eichbehörde. Zukünftig wird eine Ende-zu-Ende-Digitalisierung eingeführt, um die manuelle Übertragung von Daten zu vermeiden.
  4. Digitale Services für die Wirtschaft:
    • Das WSP.NRW wird als bundesweit modernstes Dienstleistungsportal ausgebaut, mit einem Fokus auf vereinfachte Antragstellung. Eine einheitliche nationale föderale Architektur wird eingeführt, um Informationen effizient abzurufen und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen.
  5. Digitale Infrastruktur und Mobilfunkausbau:
    • Nordrhein-Westfalen strebt eine flächendeckende 5G-Versorgung bis Ende 2030 an.
    • Graue und weiße Flecken in der 4G-Versorgung sollen bis Ende 2024 geschlossen werden.
    • Rund 9 Millionen Euro werden für Mobilfunkkoordinatoren auf lokaler Ebene bereitgestellt, um den Mobilfunkausbau zu unterstützen.
    • Die Glasfaserquote hat von Mitte 2022 bis Mitte 2023 auf fast 30 Prozent zugenommen.
  6. Cybersicherheit:
    • Das Kompetenzzentrum DIGITAL.SICHER.NRW ist bis Ende 2026 finanziert.
    • Das Förderprogramm MID-Digitale Sicherheit unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, Sicherheitslücken zu identifizieren und zu beheben.
  7. Finanzierungsangebote für Digitalisierungsvorhaben:
    • Unternehmen erhalten zinsgünstige Darlehen bis 10 Millionen Euro durch das Programm „NRW.BANK.Digitalisierung“ und Innovation.
    • Das Förderprogramm MID-Digitalisierung ermöglicht die Umsetzung konkreter Digitalisierungsprojekte mit einer Förderung von bis zu 15.000 Euro pro Unternehmen.
  8. Maßnahmen für die digitale Wirtschaft:
    • Fünf Hubs zur Stärkung der Digitalen Wirtschaft unterstützen digitale Start-ups beim Marktzugang und der Finanzierung.
    • Ein deutschlandweit einmaliges Skalierungsprogramm fördert angehende Scale-ups.
    • Der NRW.Venture Fonds wurde um 50 Millionen Euro auf 150 Millionen Euro erweitert.
  9. Abbau von Bürokratie und Beschleunigung von Planung und Genehmigung:
    • Durch den Bund-Länder-Pakt wird eine umfassende Entlastung von Wirtschaft und Industrie erreicht.
    • Die Landesregierung setzt sich für eine besondere Beschleunigung im Bereich erneuerbarer und klimaneutraler Technologien ein.
  10. Bürgerbeteiligung und digitale Landesplanung:
    • Verfahren zur Beteiligung der Öffentlichkeit und öffentlicher Stellen in der Raumordnung sind digitalisiert.
    • Die landesweite Beteiligungsplattform Beteiligung NRW ermöglicht digitale Änderungsverfahren der Regionalpläne zum Ausbau der Erneuerbaren Energien.
    • Künstliche Intelligenz wird in Beteiligung.NRW für die Auswertung und Bearbeitung von Stellungnahmen pilotiert.

Basierend auf einer Pressemitteilung von Landesregierung Nordrhein-Westfalen vom 28.12.2023