Landesweite Fachkräfteinitiative: Arbeitsminister Laumann besucht Emscher-Lippe Region

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Im Rahmen der landesweiten Fachkräfteoffensive Nordrhein-Westfalen hat Arbeitsminister Karl-Josef Laumann am Mittwoch, den 31. Januar 2024, die Emscher-Lippe Region besucht, um vor Ort Einblicke in die Fachkräftesituation und die Wasserstoff-Industrie zu erhalten.

Die Fachkräftetour hat zum Ziel, in den nächsten Monaten ein genaueres Bild von den verschiedenen Fachkräftesituationen vor Ort zu gewinnen und sich gemeinsam mit den regionalen Akteuren über aktuelle Herausforderungen und erforderliche Maßnahmen auszutauschen.

Arbeitsminister Laumann betonte die wichtige Rolle der Wasserstoff-Industrie bei der nachhaltigen Entwicklung und Stärkung der Wirtschaft von Nordrhein-Westfalen. Insbesondere in der Emscher-Lippe Region sieht er großes Potenzial für Innovationen und Wachstum in diesem Bereich. Die Fachkräfteoffensive NRW zielt darauf ab, qualifizierte Arbeitskräfte zu fördern und Partnerschaften mit Bildungseinrichtungen und Unternehmen vor Ort zu etablieren, um praxisnahe Ausbildungsmöglichkeiten zu schaffen.

Minister Laumann begann den Tag mit einem Austausch bei Cummins, einem Unternehmen, das im Bereich der Wasserstofftechnologie innovative Lösungen entwickelt. Dr.-Ing. Bernd Pitschak von der Cummins Hydrogenics GmbH betonte die Bedeutung gut ausgebildeter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Herstellung innovativer Produkte.

Anschließend besuchte Minister Laumann das Anwenderzentrum h2herten, um sich über innovative Anwendungen und Projekte im Bereich der grünen Wasserstoffnutzung zu informieren.

Auf einer Fachveranstaltung mit dem Titel „H2-Praxistag für Beratungsfachkräfte,“ organisiert von der Regionalagentur Emscher-Lippe, tauschte sich Stefan Kulozik, Leiter der Abteilung Arbeit und Qualifizierung im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW, mit Vertretern von Unternehmen, Kammern, Verbänden, Gewerkschaften, Organisationen, Beschäftigten und der lokalen Politik über Themen wie Ausbildung, berufliche Qualifikation, regionale Fachkräftesicherung und Grüne Transformation aus.

Bürgermeister Matthias Müller von Herten betonte die Bedeutung der Wasserstoff-Technologie für die Region und wie Herten sich als kompetenter Partner für Unternehmen in der Wasserstoffwirtschaft positioniert hat.

Dr. Babette Nieder, Geschäftsführerin und Wasserstoffkoordinatorin der WIN, betonte die Rolle von Wasserstoff als Bindeglied zwischen Industrie und Klimaschutz.

Uwe Krakau, Leiter des Berufskollegs für Technik und Gestaltung, erklärte die Entstehung des Bildungsgangs „Mechatroniker/in mit Differenzierungsschwerpunkt Wasserstoff“ und wie verschiedene Akteure zur Umsetzung beigetragen haben.

Ulli Schmäing von der IHK Nord Westfalen sprach über die Bedeutung von Wasserstoff in der Aus- und Weiterbildung und die Zusammenarbeit mit der Westfälischen Hochschule und dem Fraunhofer IEG.

Es wurde auch betont, dass in der Region Emscher-Lippe in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich über 24 Prozent der Beschäftigten in den Ruhestand gehen werden, während weniger junge Menschen ins Berufsleben einsteigen. Daher sind Programme wie Übergangslotsen und Vermittlungsoffensiven ins Leben gerufen worden, um Menschen bei der Berufswahl und dem Übergang in den Arbeitsmarkt zu unterstützen.

Die Fachkräfteoffensive NRW koordiniert die Maßnahmen zur Fachkräftesicherung und bindet die relevanten Akteure des Arbeitsmarkts ein. Die Fachkräftetour von Arbeitsminister Laumann ist Teil dieser Initiative. Weitere Informationen zur Fachkräfteoffensive NRW und der Fachkräftetour finden Sie hier.

Basierend auf einer Pressemitteilung von Landesregierung Nordrhein-Westfalen vom 31. Januar 2024