Sommerzeit ist Gartenzeit: die aktuellen Gartentrends

Schmetterling auf Wildblumen
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Die Gartensaison ist mit den ersten Sonnenstrahlen bereits eröffnet. In diesem Jahr darf es gern wilder und nachhaltiger zugehen. Auch der Garten als Urlaubs-Alternative wird immer beliebter. Welche Trends noch auf Gartenfreunde warten, zeigen die folgenden Eindrücke.

Strenge ade: Wildwuchs ist erwünscht

Noch vor einigen Jahren war die geradlinige Gartengestaltung in. Vor allem Schotter wurde gern genutzt, um den Garten pflegeleicht frei von Unkraut zu halten. Mittlerweile sind die Schottergärten jedoch in zahlreichen Regionen verboten, da sie Flora und Fauna (Lesetipp: der Eierbaum) negativ beeinflussen. Stattdessen setzen immer mehr Gartenfreunde auf Wildwuchs und blühende Wiesen für Insekten, was sich mittlerweile übrigens auch in vielen Parks in NRW wiederfindet. (Lesetipp: Westfalenpark Dortmund)

Die Natur darf sich fortan gern ihren ganz eigenen Weg für die Gestaltung suchen. Samen werden nur noch sporadisch in die Erde gegeben, stattdessen trägt der Wind sie auf natürliche Weise auf die Gartenflächen. Platz ist nun auch für viele Insekten. Bienen werden nicht mehr ferngehalten, sondern ganz bewusst angelockt, da sie in einem natürlichen Gleichgewicht unverzichtbar sind. Das Bewusstsein der Gartenfreunde für eine nachhaltige Gestaltung ist gestiegen und auch an den Pflanzen- und Blumenarrangements sichtbar.

Garten als Oase statt Griechenland

Nachhaltigkeit macht sich nicht nur bei der Bepflanzung, sondern auch bei der Gartennutzung bereit. Getreu dem Motto Gartenhaus statt Griechenland wird das grüne Kleinod immer öfter zur Urlaubs-Alternative, zumindest für einen Kurztrip. Gestiegene Preise für Flüge, Hotelunterkünfte oder wachsender Nachhaltigkeitsgedanke motivieren viele, nach gelungenen Alternativen zu suchen.

Häufiger fällt die Wahl auf den eigenen Garten. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass viele Hobby-Gärtner viel Leidenschaft und Kreativität in die Ausgestaltung ihres grünen Paradieses legen. So werden nicht nur Beete geschaffen, sondern auch gemütliche Ruhezonen angelegt oder sogar ein Gartenhaus zum Übernachten oder für lauschige Feiern integriert. Viele haben das Gartenhaus auch als Garten-Office umfunktioniert und genießen es, fernab der Büro-Tristesse zu arbeiten.

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Selbstversorgung: Obst- und Gemüseanbau boomt

Eine wachsende Verbraucherzahl möchte wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen. Obst und Gemüse sollten möglichst frisch und in Bio-Qualität auf den Teller kommen. Doch diese Ansprüche haben häufig ihren Preis und sind für viele Familien unerschwinglich geworden. Um trotzdem nicht auf frisches Obst und Gemüse verzichten zu müssen, entscheiden sich viele Gartenbesitzer zum Eigenanbau. Erdbeeren, Himbeeren, Weintrauben, Stachelbeeren, Tomaten, Paprika, Gurken – all das und noch viel mehr lässt sich im heimischen Garten züchten.

Dabei werden sogar häufig die kleinsten Familienmitglieder einbezogen, denn auch die Verbundenheit mit der Natur ist wieder im Trend. Viele Eltern wünschen sich für ihren Nachwuchs, dass sie hautnah miterleben können, wie Pflanzen wachsen, was Fotosynthese bedeutet und wie die Tiere den Garten beeinflussen.

Alte Sorten erleben eine Renaissance

Viele neu gezüchtete Obst- und Gemüsesorten sind im Vergleich zu ihren alten Ahnen deutlich anfälliger für Krankheiten und weniger beständig. Deshalb erleben die alten Sorten eine Renaissance, auch aus geschmacklichen Gründen. Bevorzugt werden Samen und Stecklinge, die an die Wildarten erinnern. Haferwurzel, Mairübe, Palmkohl oder Schwarzwurzel sind längst in Vergessenheit geraten und finden sich nun in immer mehr Beeten und als leckere Gerichte auf dem Teller.

DIY: Recycling für neuen Garten-Schick

Recycling ist auch in diesem Jahr ein wichtiges Thema bei der Gartengestaltung. Statt nicht mehr benötigte Utensilien wegzuwerfen, werden sie mit etwas Kreativität und handwerklichem Geschick umfunktioniert. Aus alten Blumenkästen, Holzstücken und Döschen wird beispielsweise ein selbst gemachtes Insektenhotel, was Bienen und anderen tierischen Gartenbewohnern einen Zufluchtsort bietet. Auch die alten Gartenmöbel werden meist nicht mehr weggeworfen, sondern einfach aufgewertet. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, denn aus einem dunklen Tisch oder Stuhl mit wenig Farbe wird im Handumdrehen ein kunterbunter Spaß für die ganze Familie.

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Green-Balance: Wellness-Tempel unter freiem Himmel

Der Garten ist längst nicht nur ein Platz, um seinen grünen Daumen auszuleben oder frische Luft zu schnappen. Der Nutzgarten wird auch immer häufiger zum Freiluft-Wellness-Tempel. Neben plätschernden Brunnen oder einem Pool werden auch romantische Windspiele, Meditationsorte und andere lauschige Plätze integriert.